Harvester im Einsatz

Jürgen Pallasch im Gespräch mit Bernd Jorkisch
21.01.2013

Hightech im Ernteeinsatz

In den Wäldern geht es rund

Winterzeit ist Erntezeit im Forst. Die Rohholz-Mitarbeiter bei Jorkisch befinden sich aktuell im Dauereinsatz für Schleswig-Holsteins Waldbesitzer. Dort schlagen sie jetzt mit modernster Technik im Forst ein. Effizient und wirtschaftlich! Aktuell "zu Gast" im 400-Hektar-Wald der Familie Fallmeier: Nahe dem winterlich eingeschneiten Waldgut Hartenholm wurde jetzt modernste Nadelbaumernte beeindruckend demonstriert. Bernd Jorkisch unterstützte dabei den Geschäftsführer der Landwirtschaftskammer, Jürgen Pallasch, mit einer Pressevorführung. Die zeigte eindrucksvoll auf, das die Axt im Wald ausgedient hat. Der Jorkisch-Harvester, der in Minutenschnelle einen Baum von einer Höhe bis zu 30 Metern fällen, entasten und kleinsägen kann, erfüllte das Waldstück mit sonorem Getöse, bewies wie moderne Nadelbaumernte mit hoher Schlagkraft heute einher geht.

Neue stark motorisierte Holzernte-Maschinen agieren qualitativ hochwertig und umweltschonend. Es geht nicht darum, primär möglichst schnell viel zu schaffen. Die in Hartenholm eingesetzte neue Erntemaschine "Ponsse Ergon", aktuell sicher die modernste in Schleswig-Holstein, arbeitet besonders umweltverträglich. Dank des langen Greifarmes agiert sie flexibel aus den Rückewegen, erntet Holz ohne den Waldboden zu stark zu belasten. "Die Maschine ersetzt die Kraft von zehn Waldarbeitern. Das kommt uns entgegen", so der im März in Rente gehende Geschäftsführer Jürgen Pallasch. Seine dabei glänzenden Augen offenbarten, privat ist er ein echter Fan von diesen Kolossen des Waldes, die Natur und Wirtschaft so gekonnt in Einklang bringen.

Am Ende der Vorführung nahm er dann auch einmal im top gefederten Cockpit platz. Unter ihm 278 PS, 20 Tonnen auf Riesenpneus, eine acht Meter lange Erntemaschiene. Vor ihm ein Computerdisplay, Joystick, GPS-Steuerung und der 10 m lange Ausleger. Der Greifarm zieht über 200 Festmeter am Tag durch. Nachhaltig und schonend: Schließlich gehört zur guten Waldbewirtschaftung  auch das Vermeiden von Wurzelschäden, Stammverletzungen, auch sollte nie zu hoher Bodendruck ausgeübt werden. "Das erklärt auch die mächtigen Reifen mit niedrigem Luftdruck der Harvester, die vermeiden unnötige Bodenverdichtung. Der praktizierte Umweltschutz spielt für uns und die Walbesitzer eine gewaltige Rolle", so Bernd Jorkisch, der sich bei Pallasch mit einem passendem Präsent aus Holz für die "nachhaltig" gute Zusammenarbeit herzlich bedankte.

Die Vorführung hinterließ einen mächtigen Eindruck, schließlich kann der Jorkisch-Harvester mit seinem vor Technik strotzendem Greifarm bis zu 65 cm dicke Bäume in einem Arbeitsgang absägen und noch in der Luft seitlich von Ästen befreien, entrinden und ablängen! Forstwirt Mikka Renkvist steuert "sein" Holzernte-Fahrzeug aus einem komfortablen, klimatisierten Führerhaus mit Rundum-Sicht – ein fehlerreduzierender "Wohlfühl"-Arbeitsplatz. Das macht Sinn, denn er muss aus den Rückegassen heraus hochkonzentriert agieren können. Gleichzeitig sind mehrere komplexe technische Vorgänge mit Knopfdruck und Joystick zu steuern.

Hier in Hartenholm sind es 15 Meter hohe, verschneite Fichten, welche fallen sollen. Die jonglieren nach dem Kappen kurz in der Luft, gezielte Schnitte mit der integrierten Hochleistungssäge lassen die von Geäst befreiten Stammabschnitte auf den weichen Waldboden krachen. Hunderte Tonnen bewegt ein Harvester so täglich. Ein Fahrzeug schlägt bis zu 25.000 Festmeter Holz pro Jahr. Haupteinsatzgebiet des Harbvesters ist in Schleswig-Holstein, dort gibt es 150.000 Hektar Wald, ca. 600.000 Festmeter werden jährlich geerntet. Jorkisch hilft den Waldbesitzern mit seinem Know-How bei Pflege, Ernte und Vermarktung. Der präsentierte neue Harvester, im Jorkisch-Fuhrpark findet sich noch ein weiterer solcher "Rüsselsäger", hat eine Lebensdauer von rund zehn Jahren, kosten rund 500.000 Euro. Wie passend formulierte es Jürgen Pallasch: "Ich krieg schon glänzende Augen, wenn ich das Wort Harvester nur höre".